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05.06.2014

Kommentar zum Regionstag Eifel (28.05.2014)

TTVR Präsident Dieter Angst, Sportkreisvorsitzender Bitburg/Prüm Peter Michaeli, Regionsvorsitzender Eifel Wolfgang Binder

von BA Öffentlichkeit/Bekanntmachung TT-Sport

Aus der Eifel: Erfolg und Harmonie

Es war ein langes, harmonisches und erfolgreiches Tischtenniswochenende für die Region Eifel. Regionstag in Wolsfeld am Mittwoch, Ranglistenspiele am Samstag und Sonntag in Hillesheim  -   waren harmonisch, weil es weder arge  Auseinandersetzungen noch wütende  Proteste gab, im Gegenteil viel gelacht und manche Erinnerung aufgefrischt wurde, man die Leistungen von Aktiven wie Funktionären angemessen „estemeert“ hat,  wie man bei uns am Rhein sagt, zudem alle Tagesordnungspunkte bewältigt und dabei Wiederwahlen in Rekordzeit durchgeführt wurden, man sich geehrt fühlen durfte, im Besonderen für langjährige Vereinsaktivität oder erfolgreiche Jugendarbeit beim Regionstag oder aber bei der Siegerehrung nach erfolgreichem Ranglistenspiel. Erfolgreich waren beide Veranstaltungen eben für die Aktiven, wenn auch mancher nicht den erhofften Erfolg verbuchte  und gerade die Ergebnisse im Jugendbereich manche Überraschung ergaben.  Erfolgreich war das Wochenende für die Vereine der Region insgesamt, die nahezu vollständig dem Regionstag beiwohnten und viele ihren Nachwuchs, falls vorhanden, nach Hillesheim schickten. Erfolg dank sorgfältiger Ausrichtung kann den beiden Vereinen SV Wolsfeld und TTV Basberg bescheinigt werden. Und last not least ist das Wochenende ein Riesenerfolg für das Team des Regionsvorstands um Wolfgang Binder, das es wieder verstand,  Kompetenz und Spielfreude zu bündeln.

Um das ganze Geschehen wirklich würdigen zu können, muss man natürlich dabei gewesen sein.  Ich treffe den Regionsvorstand am Mittwoch in Wolsfeld und am Sonntagmittag in Hillesheim.  Am Mittwoch komme ich auf reizvollen Umwegen durch die herbe Westeifel ein paar Minuten zu spät zur Jugendwartetagung und gerate unversehens in das heftigste Scharmützel. Von links ficht der Schönecker für die Spielpraxis unter Beibehaltung des Spielsystems nach Werner Scheffler bis zum achten Punkt. Von rechts kommen vom Basberger die Argumente für die Verknappung auf das Bundessystem. Es sollen die Spiele der Jugend unter der Woche früher enden, damit die Kinder zuhause rechtzeitig ins Bett kommen - alternativ Hausaufgaben machen, die Abiturprüfung vorbereiten, noch ein bisschen an die Playstation  oder Papa beim Championsleague schauen das Bier aus dem Kühlschrank holen können. Kurz, es geht um das Kindeswohl, und da muss der Regionsvorstand die Bestimmungen des Jugendschutzes nicht nur zur Kenntnis nehmen. Ich argumentiere wie stets zur linken, enthalte mich aber bei der Abstimmung. Ergebnis: Für die kommende Hinrunde soll das Bundessystem ausprobiert und dann die Beteiligten nach ihren Erfahrungen befragt werden.

Und das war es schon an Kontroverse bei diesem Regionstag. Konnte ich kaum mit zufrieden sein, aber es menschelte einfach so schön, dass man kein Öl ins Feuer gießen durfte. Die Leute um mich herum – ich habe solche Veranstaltungen schon in anderer Gesellschaft verbracht: hitzig, polemisch, jedes Statement eine Anklage – waren auch so gar nicht auf Rabatz aus.  Keinerlei Angriffe auf den Verbandschef Dieter Angst, der sich an Zeiten mit Thomas Engeln bei Gelbrot Trier und seinen letzten Besuch in Wolsfeld erinnerte und Gastgeberin Sonja Maiers, geborene Engeln, Vorsitzende des SV Wolsfeld, den Verbandsehrenbrief überreichte.  „Es war eine reibungslose, tolle Saison mit guter Kommunikation zwischen Vereinen und Funktionären“, so das mitgeschriebene Statement des Regionsvorsitzenden. Das darf man neben der minutiösen Vorbereitung und Durchführung von Regionsveranstaltungen sowie den dank Dirk Petzold zunehmenden Erfolgen im Nachwuchsbereich einfach mal so stehen lassen.

 Und wie war das mit Daun,Dockweiler, Gerolstein? Wird aufgespalten, ist schon nach zwei Jahren Vergangenheit, führt zur Erkenntnis, dass Spielgemeinschaften keine Mindestdauer mehr haben müssen. Wird bei Bedarf zu diskutieren sein. Ist deren Sache. Interessiert eigentlich kaum noch.  Jeder kehrt vor seiner Tür…

Bei der Aktivenrangliste am Samstag hätten gerne ein paar mehr Spieler teilnehmen dürfen. Ob bei einigen die Angst mitgespielt hat, gegen schwächere Spieler QTTR-Punkte einzubüßen? Oder war es nur das schöne Wetter? Der Pronsfelder Jugendspieler Markus Pütz sorgte jedenfalls für einige überraschende Ergebnisse sprich Favoritenstürze. Einen Tag später war die Halle dann voll. Der Zwang zur Teilnahme bei anstehender Seniorenfreigabe tat seine Wirkung. Es war ein ausgeglichenes Feld beim Nachwuchs. Obwohl dort die Brüder Tim und Max Klink für die überragenden Ergebnisse sorgten, konnte ein im Nachwuchsbereich dominierender Club nicht ausgemacht werde. Unter den Top Ten bei den Jungen waren acht verschiedene Vereine zu finden. Und leider war keine einzige B-Schülerin am Start. Die Plätze für die Verbandsrangliste fallen an andere Regionen.

Mein persönliches Highlight war dann noch die Unterhaltung mit Alf Knutsson, der im August zusammen mit Dirk Petzold wieder einen Lehrgang in der Sprudelmetropole durchführen wird.  Der alte Schwede, Ex-Trainer von Mikael Appelgren und zurzeit noch in Luxemburgs zweiter Liga aktiv, verortet sein deutsches Tischtennisherz in Gerolstein. Hier hat er lange Jahre für das technische Niveau gesorgt. In seinen Erzählungen finde ich mich als 13,14-Jährigen wieder, der in Grenzau Appelgren, Waldner, Carlsson, Bengtsson, Persson bewunderte – und durch die richtig motiviert wurde.  Die Jungs, mit denen ich in Hillesheim war, motivieren mich heute für die weitere Arbeit. Als Betreuer geht es am übernächsten Wochenende zur Verbandsrangliste nach Nassau,  als Regionsdelegierter 14 Tage später zum Verbandstag nach Neuwied. Mal sehen, ob Harmonie und Erfolg auch von der höheren Ebene vermeldet werden können.

Kerschenbach, 04.06.2014
Jörg Manner


Trainerlegende Alf Knutson

Überraschung bei den Herren Markus Pütz hinten gegen Überraschungssieger bei der Jungend Tim Klink

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